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German Death Underground Assault


7.11.03
Aachen, Mubu

Mit: Discreation, Infecdead, Verdict, Epicedium und Jack Slater.
Was ist denn nur im Moment hier in Aachen los?? Normalerweise Metaltechnisch eher Tote Hose, und nun direkt 2 Konzerte innerhalb von 2 Wochen???

Naja, was soll's, nun zum Konzert selber:
Wie bereits im Review vom Mosh It Up geschrieben: Underground in jedem Sinne: Underground Bands spielen ein paar Meter unterhalb der Erde im Musikbunker Aachen.

Offiziell sollte der lustige Abend schon um 20h beginnen, aber irgendwas ist da schiefgelaufen: Im Saal, wo die Konzis eigentlich stattfinden, war ein Theaterstück, und dadurch durfte erst nach 22h der Soundcheck in einer eigentlich viel zu kleinen Kneipe neben an anfangen. Naja. Soweit ich mitbekommen habe waren insgesamt 40 zahlende Besucher da, Bands und eingeschlichene also ausgeschlossen und der Laden war knapp vor der Überfüllung.

Die Bühne hatte dabei nicht annähernd die Größe meiner Toilette, was es zum teil relativ schwierig gestaltete, sich auf jener zu bewegen.

Aber nun war es soweit: 22h, Soundcheck und dann betraten auch schon Discreation die Bühne.

Der werte Sänger war zu Beginn des Auftritts extrem zugedröhnt, torkelte von einer Ecke zur nächsten und hatte auch schon mal leichtere Probleme das Mikro richtig zu packen.
Doch nun sollte dieser Opener auch schon die ersten Probleme des Abend abbekommen und dem Basser riss eine Saite. Folge: das zweite Lied wurde ohne Bass gespielt.
Langsam taut der Sänger etwas auf und es geht weiter mit old-school-lastigem Death Metal mit netten Melodieeinflüssen.
Wir bewegen uns im Midtempo um ab und an mal ins Up-Tempo auszubrechen.
Dabei schlagen sich die Hessen recht gut und wissen zu überzeugen.
Der Sound war soweit in Ordnung, auch wenn der Bass etwas laut und die Gitarren etwas zu leise waren.

Als Randbemerkung für die Musiker unter uns: Der Drummer hat linkshändig gespielt und der Bassist bediente einen 5-Saiter.

Soweit schon mal gut aufgewärmt nähern wir uns Infecdead.
Aber was nun kam......... unbeschreiblich!
Es war kraftvoll, schnell, einfach überragend!!!
Der eine Klampfer wanderte mit seinen Fingern über das Griffbrett, als ob die Saiten auf 278,5°C aufgeheizt waren und zusätzlich unter Starkstrom ständen.
Das war kein Death Metal mehr, das war ein brutaler Genickbruch für alle Leute, die versucht haben zu bangen.

Persönlich kann man diese Jungens als Highlight verbuchen und sollte mal nach der nächsten Möglichkeit schauen, sie live zu sehen oder die CD zu bekommen!!!

Für den Musikus: Wieder ein Links-Klampfer...

Unsere Erwartungen an den Abend stiegen immer weiter und mit Spannung warteten wir auf Verdict.
Aber: Oh Mein Gott!!!
Dieses Fest hieß doch Underground Death oder *mal oben nachlesen* - Ja, so hieß es.
Eigentlich ist es ja noch legitim, wenn man dann eine Thrash-Kapelle im Gepäck hat, aber nicht, wenn der Sänger sich so scheiße anhört.
Musikalisch waren die Jungens super, moderner Thrash.
Aber die Frontsau war einfach nur Peinlich: Nervende Stimme, albernes Stage-Acting (komische Luftgitarre (oder war das Parkinson???) und ein komisches Abgehen..... irgendwie seltsam....) und „Allright.“ Immer wieder „Allright“!
Spätestens nach dem 3 „Allright“ war es dermaßen zum Kotzen. Und der Müll kam nach jedem Lied. Allright??
Hehehe, nur mal am Rande: Selbst der Tontechniker hat angesichts der Sangeskünste sehr unterernähert dreingeschaut. (*grins*)

Noch mal für den interessierten: Wieder mal ein Linkshändiger am 6-Saiter....
Viele Leute haben sich dann verabschiedet um mal einen HNO zu besuchen, der Laden leerte sich....

Naja, nach diesem Tiefpunkt sollten nun Epecidium, die Veranstalter des Konzerts uns einheizten.
Erst mal vorweg: Die Frankfurter haben das Konzi bei uns veranstaltet, weil in Frankfurt so wenig metaltechnisch los ist. (BITTE, Mehr davon hier in Aachen!!!!)
Aber nun ging es auch schon los mit Death Metal mit Grindeinschlägen inspiriert von Cannibal Corpse und Suffocation.
Der Sänger erschien als ein Monster, dem man lieber niemals ohne eine 50 BMG begegnen will und grunzte sich in Stimmlagen, wie sie der Musikbunker selten zu hören bekommt!
Man könnte meinen, das Asbest in den Wänden hätte vor Furcht gezittert!
Und mit dem Hünen zog auch eins unserer liebesten Instrumenten des Death Metals auf die Bühne: Die Mülltonnenkochtopfdeckelsnaredrum. Ein einfach nur genialer Sound, der die Blastbeats bildete.
Die Frankfurter haben aber nur einen Gitarristen, wodurch die Gitarre nicht so druckvoll wie erwartet im Publikum ankam und relativ leise war.
Dafür war der Bass anständig dominant.
Was den Auftritt der Krawallbrüder aber nochmals interessanter gestaltet:
„HAMMER SMASHED FACE“ mal endlich live zu hören! Und das dann auch noch schneller als bei den Ami-Kannibalen.

Obligatorisch: Der Basser hatte eine 5-saitige Axt und der Klampfer lies es sich auch nicht nehmen, auf was 7-Saitigem zu spielen. War heute etwa Tag der Ausnahmemusiker und Instrumenten?? (JAJAJAJAJA!!!)

Mitlerweile haben wir kurz vor 3h morgens, Verdict haben ja schon angefangen Rausschmeißer zu spielen, aber die Zeit tut auch ihren Beitrag: Noch um die 20 Leute waren im Musikbunker, als Jack Slater die Bühne betreten.
Aber kein Jack Slater Auftritt ist wie der Andere, technische Pannen sind schon beinahe obligatorisch (man erinnere Horn und die Mikrophone in den anderen Reviews....).
So kam es, dass noch vor beginn des Gigs die Klampfe von Sobo nicht funkste.
Horn hat dann fleischwarenfachverkäufer-like nach einer auf d-gestimmten Gitarre gefragt, aber irgendwie haben alle ihre daheim vergessen.....
Der nette unterernährte Tontechniker schmierte sich eine Stulle und eilte zur Hilfe.

Nun funktioniert die 6-Saitige-D-Dröhnmaschinerie und der Auftritt kann beginnen. „Metzgore“ brettert aus den Boxen und sorgt dafür, dass der Amp vom anderen Gitarristen den Geist aufgibt. Vielleicht war er ja Vegitarier.....
Naja, Jack Slater minus einer Gitarre, anscheinend auch kein Problem: „Kinderfresser 1“ wird vom Sobo angestimmt und die Jungs von „Bonns ekligster Band“ prügeln fröhlich weiter. Die Traklist ist schon beinahe bekannt: „Playcorpse“, „Hackfleischmann“, „Schlachtplatte“, „Jack In The Box“ und „Timmy“ stehen auf dem Programm.
Aber in der Zwischenzeit wollen die Jungens von Infecdead ihren Amp von der Bühne haben und drohen den Gig vorzeitig zu beenden. Aber: Falscher Alarm: Der Amp von Infecdead war derjenige, der auf Grund des geschroteten Top-Teils sowieso nicht mehr gebraucht wurde. Also, mitten im Lied tragen 2 Mann den Verstärker von der Bühne, derweil Horn lustig weiterröchelt, grunzt, keift, gurgelt und singt.
Wie immer macht Horn auch in den Pausen mit den technischen Problemen sein Programm an Spontanunterhaltung und singt uns eine Candlelightversion von „Stripped, Raped and Strangled“, welches auch wiedermal mit von der Partie war. Wie immer aber schneller, aggressiver und roher als bei den Kannibalen.

Ughh, um 3:30h endet dieser coole Abend unter dem Banner des Todes(bleis) und entlässt uns müde, kaputt und total scheckig-gebangt in die Nacht von Aachen.

(An dieser Stelle wächst die Vorfreude auf den Nächsten Gig von Jack Slater und das nächste Death Metal Meeting hier in Aachen).

Fazit: GEIL!!!!!

(NecroSlaughter November 2003)

www.necroslaughter.de.tf


 
   
 

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