Torture Fest III
„Heute ein König“ können nicht nur Hail Of Bullets von sich behaupten
Verdict aus dem Frankenland haben zwar die weiteste Anreise hinter sich, sind aber trotzdem keine Unbekannten am Rande des Ruhrgebiets. Immerhin waren sie auch schon zu Gast auf dem Dong Open Air, das als regional beliebtes Festival regelmäßig ausverkauft und quasi vor der Haustür stattfindet.
Aber selbst die Besucher, denen Verdict bisher kein Begriff sind, dürften zumindest sehr rasch feststellen, dass es sich bei der Kapelle um eine gänzlich andere Schiene handelt als noch bei Cause For Conusion. Es ist alles etwas ruppiger und weniger melodiös. Verdict schmettern Thrash Metal nieder, so dass dies selbst ein Blinder mit einem Krückstock erkennen würde. Mit dieser Schiene scheinen die Franken heute Abend allerdings äußerst gut zu fahren. Immerhin neigen sich einige Häupter mehr, um ordentlich zu bangen. Gegen das Propeller-Kommando auf der Bühne kommen die Zuschauer jedoch nicht an. Verdict lassen bei jeder Gelegenheit die Häupter kreisen. Insgesamt ist alles eine Station tiefer gelegt. Nicht nur die Körper kommen ein wenig tiefer, um das Gleichgewicht besser halten zu können, auch Bass, Gitarre und Gesang positioniert sich ein paar Stufen weiter unten.
Fronter Daniel „Ratte“ Baptista übt sich zwischen den Songs immer wieder als guter Mensch für manchmal lange, aber auch humoristische Ansagen, für die er sich offenbar gerne immer wieder die Zeit nimmt.
Die Setlist ist auch bei Verdict gut gemischt und bezieht sich bei Weitem nicht nur auf den neusten Longplayer „Assassin : Nation“, sondern macht einen langen Streifzug durch die zehnjährige Bandgesichte. Zum Schluss folgt noch der Titelsong des 2005er Albums „Generation : Genocide“, bevor Verdict ihren Gig zufrieden beenden können.
Setlist:
- Waiting For Salvation
- Sick Society
- Root Of Unrest
- Bestial Nature
- Taking Lives
- Generation: Genocide
Sarah Fleischer
www.the-pit.de
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