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K.O.N.Z.E.R.T.B.E.R.I.C.H.T.E


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13.12.2002
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02.11.2002


Final Breath



Ein paar Jährchen haben sie ja schon auf dem Buckel und das dritte Album mittlerweile auch - Final Breath. Die Band hinter einem der besten Open Airs in der deutschen Metal-Landschaft, dem UFTG in Gemünden, hatte am 27.11.2004, also knapp über einem Monat nach dem Erscheinen von „Let Me Be Your Tank“, die Releaseparty zu der erwähnten Killerscheibe und mit den befreundeten Bands R.O.T.S., Legio Mortis und Verdict auch einen passenden Support.
Dies konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen und flitzten mal schnell nach Langenprozelten. Ziemlich doofer Name, aber wenn man weiß, wer da ansässig ist, wundert es einen nicht mehr. ;)

Das etwas größere Dorf am Main liegt knapp hinter Gemünden und zählt somit zum Hoheitsgebiet der Death-Thrasher. Und da man in der Umgebung auch reichlich Fans über die Jahre sammeln konnte, war die Eventhalle (eine Turnhalle, die für verschiedene Anlässe gebucht werden kann) mit über 250 Metallern im Alter von ca. 14 bis 398 Jahren gut gefüllt.
Da man außer mit dem sehr günstigen Eintritt von 6 Euro zusätzlich noch mit sehr verlockenden Angeboten aus dem eigenen Merchandise locken konnte (T-Shirts/Girlies 10 Euro - Kapu 22 Euro - LS 15 Euro - Poster 1 Euro - LMBYT-CD 10 Euro - Lim. DCD 13 Euro), kam quasi jede/r auch auf niedrige Kosten. Das Bier zu je 1,80 Euro bereitete ebenfalls den Ansässigen gute Laune und als wir den Saal betraten, waren bereits die Youngster R.O.T.S. aus der näheren Umgebung auf der Bühne und machten kräftig Stimmung mit ihrem „School-Death“.

:R.O.T.S.:

Neben den eigenen Songs, die zwar schon einen guten Groove besitzen, aber aufgrund der noch nicht allzu langen Tätigkeit der Gruppe den technischen Standard des heutigen Abends nicht mithalten konnten, zockte man auch ein Cover von Slayer. Dies sagte mir aber der mit dem finalen Atem wirkende Sänger Eumel erst später, ansonsten hätte ich´s wohl nicht herausgehört – zu breiig war der Sound.
Den Neu-Metallern vor der Bühne war es sichtlich egal – Hauptsache Spaß und das konnten R.O.T.S. sehr gut vermitteln.
Nun aber wieder ab in den Proberaum und üben, üben, üben. Dann klappt das auch mit dem Nachbarn. ;)

:Legio Mortis:

Legio MortisKurze Umbaupause, in der auch Verdict ihren Krempel anschleppten, und dann ging´s auch schon weiter mit Legio Mortis und ihrem teilweise recht melodiösen Black Metal.
Leider hatte man aus irgendwelchen Gründen das Keybord dermaßen laut abgemischt, dass ich schon genauer hinhören musste, was für Riffs man in petto hat. Und die waren nicht mal so schlecht, aber wie schon erwähnt – das Keybord! Hmpf! Wieso man das Begleitinstrument so dominant erklingen lässt, frage ich mich bei so manchen Bands, aber nun gut. Zum Ende hin zockte man jedenfalls einen Track ohne das Tasteninstrument und ruckzuck war auch der Moshpit im Gange. Na also, es geht doch!
Mit gleich zwei Sängern, ein Gitarrist übernahm ebenfalls noch zu dem Shouter mit dem leckeren Bolt Thrower-Shirt die Vocals und das wirklich sehr gut, heizte man die herumflippende Menge weiter an und aus war´s. Schade, gerade als es zu gefallen begann. Naja, was soll´s. Jetzt sollte die „Mille“nberger Thrash-Fraktion Verdict die Bühne stürmen und darauf hatte ich mich schon lange gefreut.

:Verdict:

Zwar hatte man auch anfänglich etwas Soundschwierigkeiten, die aber bereits zum zweiten Song „Reflections Of Pain“, dem Titelsong ihres hervorragenden letzten Albums, behoben waren und so konnte das Thrash-Massaker losgehen!
Danach gab es weiterhin auf die Mütze und auch einige Songs des momentan fertigzustellenden neuen Albums wurden uns präsentiert, die mich persönlich sehr neugierig machten und von den bangenden Fans genauso aufgenommen wurden wie die alten Nackenkitzler.
Basser Dave war wie immer eine Augenweide für jeden, der nicht auf Standmusiker steht. Gitarrist Pack zelebrierte hingegen ein weiteres Mal die Kunst der statischen Evilness mit Abschirmen des Griffbretts. Sänger Ratte glänzte mit seinen eigenwilligen Ansagen, die sicher nicht nur die Mitmusiker und mich zum Schmunzeln brachten. Und auch der Rest der „Verdictoren“ bot eine astreine Leistung. Gern mehr davon und hoffentlich gibt es bald die neue Scheibe, auf der wohl auch der Sänger der nächsten Band zu hören sein wird. Aber mehr wird noch nicht verraten, denn wir wollen ja keine wundgeschupperten Ärsche kreieren. ;)

:Final Breath:

EumelNoch eine Umbaupause und dann war es auch soweit – der Hauptgrund für diese Veranstaltung konnte verwirklicht werden.
Heute sollte man einen etwas längeren Gig als sonst zocken und das auch zu Recht, denn genügend Material war zu verwursten. Die gesamte „Let Me Be Your Tank“-Scheibe sollte den Fans vorgetragen werden und mit einigen alten Smashern wie „Mind Explosion“, „When Love Turns To Hate“ (ebenfalls das allererste Mal live gespielt), „Break Down“ und „Under Pressure“ garniert, konnte man auch die Fans fast 1,5 h bestens unterhalten.
Shouter Eumel flitzte wieder wie ein Pfitschepfeil von links nach rechts, vor und zurück, rauf und runter und wenn er die Schwerkraft aussetzen lassen könnte, würde er sicher auch noch diagonal von dem linken unteren Eck zum rechten oberen wuseln, aber zum Glück (?) schafft er dies noch nicht. Dafür musste in letzter Zeit sein Waschbärbauch weichen. Ebenso verschwand sein schwarzes Käppi kurzzeitig von der Sichtfläche. Anscheinend hatte es ihm ein Fan (es kamen bereits Sprechchöre, dass er es doch absetzen sollte) gemopst. Kurze Zeit später tauchte es an Dominiks Basshals wieder auf und wurde anschließend beseitigt.
Irgendwann war auch Mitternacht und ein paar Leutchen mussten den Saal verlassen. Dies tat aber der guten Stimmung unter den immer noch zahlreich Verbliebenen keinen Abbruch und Final Breath holzten weiterhin ihre Kracher in die schon zitternden Trommelfelle der Anwesenden.
Der Moshpit wurde den gesamten Gig über immer wieder gepflegt und speziell bei ihren Alltime-Hits wie „Break Down“ und „To Live And To Die“ sowie dem Titelsong der heute gefeierten Scheibe gab es auch von den Kehlen der ersten Reihen die mittlerweile gewohnten Karaoke-Übungen.
Mit „Law Of Nature“ von der ersten EP „End Of It All“ und dem den heutigen Abend abschließenden „Bemoaned Animosity“ gab es die geforderten Zugaben. Danach war wirklich Sense mit den durchschwitzten Männern und jeder konnte zufrieden nach Hause gehen/fahren.

Langenprozelten hatte sicher noch nie so viele langhaarige Bombenleger zuvor gesehen, aber irgendwann ist immer das erste Mal. Sicherlich wird es nicht die letzte Releaseparty von Final Breath gewesen sein, denn diese Band hat Zukunft noch und nöcher!

trabi

veröffentlicht von Danny "Trabi" Jakesch am 16.12.2004 um 00:36 Uhr


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