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02.11.2002


Konzertbericht aus der Live Arena in Münster-Breitefeld am 02.11.2002

Ein kleiner Einblick...

Da komme ich gerade aus einer durchzechten Nacht zurück und habe schon wieder das erste Bier am Hals, um den gestrigen, echt genialen Abend in der „Live Arena“ noch mal Revue passieren zu lassen.

Mit VIRUZ, OBSCURITY, VERDICT und DISBELIEF hatte man ein echt cooles Package am Start.

Seit 16:00 Uhr verschanzten sich die Mitglieder der Bands und ich in den Räumlichkeiten der „Live Arena“, um sich gegenseitig bekannt zu machen, aufzubauen, den Sound zu checken und das ein oder andere Bier zu trinken. Viele der Anwesenden betraten die „Live Arena“ zum ersten Mal und waren schier begeistert von diesem urig-gemütlichen Ambiente.

Nachdem alles aufgebaut war, starteten DISBELIEF ihren Soundcheck. Nach mehrmaligem „nach mehr Monitor-Rufen“ und diversen Show-Einlagen kamen dann auch die anderen Bands zum Einstellen ihres Sounds.

Als dann der Einlass um acht Uhr immer näher rückte, waren VIRUZ gerade noch damit beschäftigt, das perfekte Soundgefüge zu finden. Im Endeffekt fanden sich fast 200 Leute in der ultragemütlichen „Live Arena“ ein, um ihre Bands kräftig abzufeiern. Man traf sogar einige alte Bekannte aus der Offenbacher „Hafenbahn“, die ebenfalls für kräftig Stimmung sorgten.

Als VIRUZ um kurz nach neun ihren Set starteten, waren etwas über 100 Mann (und Frau) anwesend und es wurden erstmalig die Matten geschwungen. Mit richtig coolem, hartem und straightem Rock wurde nun also ein perfekter Abend eingeleitet. Sicherlich hätten dem Set ein paar mehr Leute sehr gut getan, aber man erntete kräftigen Applaus für die gut in Szene gesetzte Musik und die klasse Performance. VIRUZ wussten die Leute mit ihrem gelungenen Set (leider kenne ich die einzelnen Titel nicht) zu begeistern.

Gegen zehn Uhr war dann Zeit für den, mal wieder sensationellen, Auftritt von OBSCURITY. Harter, dennoch melodiöser Death Metal, in reiner Perfektion, wurde uns von den, großteils aus Münster und Dieburg stammenden, Jungs dargeboten. Bereits beim Opener „When I’m Dead“ überzeugte Kai (Müller-Lenz) mit seinen ultrafies-tiefen Death-Growls. Die gesamte Rhythmus-Fraktion (Eric Müller,d.), (Sascha Sattler, b.) und (Jens Sommer, g.) stand dem in nichts nach und die Meute vor der Bühne konnte sich kaum halten. OBSCURITYs intelligenter, variantenreicher Death Metal kam beim Publikum, das mittlerweile knapp 200 Leute zählte, auf jeden Fall megagut an. Man hat selten 'ne Band auf der Bühne so wild headbangen sehen. Ich erinnere mich dahingehend nur an frühe Slayer-Auftritte. Weiter ging es dann mit „Lyrical Death Trip“, „Calm Waters“ und dem fetzig-harten, zweistimmigen „Coffin Of Steel“, bei dem ich mir vor lauter gebange fast die Rübe weggeblasen hätte. Anschließend fegten uns OBSCURITY mit „My Inner“ und „Cryptic Scenario“ endgültig von dannen. Mit „Flesh Parade“ hatten sie ebenfalls noch einen richtig coolen Song in ihrem Set, der mit den absoluten Pflichtsongs „The Art“ und dem Überhit „Demise“ bravourös beendet wurde.

Nach einer kurzen Wartepause kamen VERDICT zu ihrem Einsatz. Mittlerweile war der Zeiger der Uhr über die elf hinausgewachsen. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich die megacoole Thrash-Combo VERDICT bislang nur vom Namen her kannte und ich mich daher nicht allzu kräftig darüber äußern kann. Hätte ich mal geahnt, dass VERDICT live und musikalisch so geil sind, dann hätte ich sie auch früher mal auf einem ihrer Konzerte besucht. Megalässig rübergebrachter Thrash, der (ohne Scheiß) Bands, wie Kreator(!!!) das Wasser reichen konnte, wurde perfekt in Szene gesetzt und animierte den Polk zum konservativen Mähnenschwingen. Die Titel „Reflections Of Pain“, „Conflict“, „New War“, „Needles Sacrifice“, „Trapped“, „Black Sea“, „Sick Society“, „Slavery“ und „Final Crash“ reizten das Potential der anwesenden Metaller schier aus. VERDICT wurden echt geil abgefeiert und es gab anschließend, mit den Depri-Deathern DISBELIEF, noch das Highlight, auf das die anwesenden Metalheads warteten.

Gegen kurz nach zwölf war es dann auch endlich so weit und der Headliner gab sich mit „Misery“ und „Believer“ sein „stell-dich-ein“. Es folgten knapp zwei Stunden(!!!) absolut fetter DISBELIEF-Sound, bei dem natürlich auch diverse Songs ihres neuesten Machwerkes „Shine“, zur Geltung kamen. Zum Beispiel der Opener „No Control“, „Walk“, „The Decline“ oder auch der Namensgeber „Shine“ wurden megafett abgefeiert. Die langgezogenen Growls von Karsten Jäger kamen richtig gut rüber. Trotz der späten Stunde, hielt es kaum jemand auf seinen Plätzen und mit „Survive“, „All Or Nothing“, „Me And My World“, „Alive“, „Follow“, „God? Master!“, „Honour Killings“ sowie dem sterbenskranken „Falling Without Reason“ überzeugten DISBELIEF mit einer abgefahrenen Bühnenshow und verdammt vielen Zugaben (unter anderem „Infected“ und das Slayer-Cover „Spill The Blood“). Das Programm von DISBELIEF endete um viertel nach zwei(!!!).

Anschließend legte („Live Arena“-DJ) Haiko noch so einige Klassiker der kompletten Metal-Szene (wie Tiamat, The Kovenant, Obituary, Live Of Agony, aber auch Stücke von Disturbed, System Of A Down, Marilyn Manson und unter anderem das megageile AC/DC-Cover „TNT“ von Six Feet Under) auf. Somit haben wir einen echt spritzigen Spitzenabend verlebt.

Janko Gäth


LIVE ARENA: www.livearena-muenster.de

VIRUZ: www.ulflanger.de
OBSCURITY: www.obscurity-metal.de
VERDICT: www.verdict.de
DISBELIEF: www.disbelief.de


 
   
 

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