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K.O.N.Z.E.R.T.B.E.R.I.C.H.T.E


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Hateful Agony, Abztract Fortune, Verdict 21. 03. 2003, Garching/Profil

Zur Zeit kann man sich als Thrash-Fan wirklich nicht beschweren. Es gibt einige sehr gute CDs und geile Konzerte, zu denen auch dieses gehört. Auf Verdict war ich ziemlich neugierig, weil ich die bisher nur von einem Sampler-Beitrag kannte. Meine Erwartungen wurden auch glatt erfüllt, sogar mehr als gehofft. Eigentlich dürfte niemand von diesem Auftritt enttäuscht gewesen sein. Die Reaktionen hielten sich zwar in Grenzen, was aber fast normal ist, wenn eine Band noch nie in der Gegend gespielt hat. Da will man sich zuerst einmal ansehen, was die zu bieten haben. Und das ist Kreator-artiger Thrash mit ein paar neueren Death Metal-Einflüssen, der definitiv nicht in den 80ern stehengeblieben ist, sondern durchaus modern klingt. Dargeboten wurde diese geile Musik von Anfang an mit Vollgas und wüsten Gebänge, so wie es sich gehört, auch wenn sich die Musiker dabei etwas im Hintergrund hielten. Den Kontakt zum Publikum herzustellen, ist sowieso in erster Linie die Aufgabe des Sängers, die der auch gut und redselig gemeistert hat. Das Vollgas-Tempo konnten Verdict zwar nicht bis zum Ende durchhalten, was aber bei dem Klima im Profil kein Wunder ist.

Abztract Fortune-Sänger Michi war zwar gesundheitlich übelst angeschlagen, wovon sich aber die übrigen Bandmitglieder nicht ausbremsen liessen und pflichtbewusst gearbeitet haben. Ein Teil des Publikums konnte wohl mit der Musik nicht allzu viel anfangen. Jedenfalls leerte sich der Raum etwas. Das kommt eben davon, wenn man zu geizig ist 5 EUR für ein Demo auszugeben, um die Songs kennenzulernen. Dann steht ein Abztact Fortune-Gig nämlich gleich in einem ganz anderen Licht und macht viel mehr Spaß. Trotzdem ist der etwas technische Death / Thrash nur zur Hälfte ausflipptauglich und zum Großteil zum Zuhören geeignet. Und das lohnt sich. Wenn man den Liedern erst einmal folgen kann, kommen die live viel besser, als auf CD. Neben allen Songs vom Demo „Abztract Way To Die“ gab es noch einen neuen Song, der sich aber genau dieser Richtung anpasst. Zum Ende hin wurde auch der Fieber-Patient scheinbar wieder etwas fitter und es kam etwas mehr Einsatz ins Spiel, was den letzten beiden Liedern noch einen Schub nach vorne gegeben hat und es eigentlich schade war, das der Gig vorbei war.

Hateful Agony hab' ich zwar erst vor 3 Wochen in Nürnberg gesehen, wo sie wieder mal einen starken Gig abgeliefert haben, aber was an diesem Abend kommen sollte war so nicht abzusehen. Ich weiß ja nicht, was für Drogen die Jungs konsumiert haben, um den geilsten Gig ihrer Existenz abzuliefern, aber auf jeden Fall haben die geholfen. Das reicht noch gar nicht: Es war nicht nur der beste, sondern auch der selbstbewusteste Auftritt den die Band jemals abgeliefert hat. Tom hat natürlich wie ein Irrer rumgetrommelt, Bassist Marty hat sich öfter im Kreis gedreht als sonst und Sänger/Gitarrist Matt hat noch nie soviel Kontakt zum Publikum gesucht, ist noch nie so nah bis zum Bühnerand gekommen, wie hier. Und als ob das noch nicht reichen würde, sind die neuen Songs noch heftiger als die älteren und der Killer „Off With Their Heads“ gehört scheinbar auch endlich wieder ins Programm. Hateful Agony gehören spätestens jetzt zum besten, was der Thrash-Bereich zu bieten hat und nach so einem Konzertabend, werde ich einen Teufel tun, und über 30 EUR für's No Mercy ausgeben.

Achim

www.unknownmunich.de


 
   
 

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