Raue Töne, fliegende Mähnen Heavy Metal: Vier Rockbands sorgen mit harten Klängen für Stimmung im Saalbau Richen RICHEN. Rund 150 Besucher fanden am Samstag den Weg in den Saalbau in Richen. Angesagt war ein Konzertabend der härteren Gangart mit vier Gruppen aus dem Bereich des Metal-Rock. Als erstens spielten „Legal Hate“, eine neue Band, zu der auch Ex-Musiker von „Deepak“ und „Disbelief“ zgehören. Bei ihrem ersten Auftritt überhaupt gaben die Vier dabei mit schneidenden Gitarrenriffs und aggressivem Gesang Thrash-Metal, die schnelle Spielart des Metal-Rock, zum besten. Es folgten „Freak 91“, die stilistisch etwas mehr Abwechslung boten. Die Band aus Alzenau in Unterfranken hatte als einzige des abends einen DJ dabei; die Töne, die beim rhythmischem Hin- und Her einer Schallplatte auf seinem Plattenspieler entstanden, wurden in die Stücke eingebaut. Das ergab in Kombination mit wuchtigen Gitarrenwänden und einem virtuosen Bass schon mehr tanzbaren Groove als bei den Vorgängern. Waren bei den ersten beiden Gruppen die Reaktionen im Publikum dennoch eher verhalten, so kam bei dem darauf folgenden Trio „Stay Where The Pepper Grows“ (Ex-„Deztroyer“) wirklich Stimmung in den Saal. Mit einer Mischung aus rauem, schnellem Rock in der Art von „Motörhead“ und deftigem Metal-Sound brachte diese Band im Publikum so manche Haarmähne zum flattern. „Verdict“, die letzte Band des Abends, stand dem in nichts nach: Man spielte schnörkellosen, schnellen Metal-Rock, der zuweilen stark an die Urgesteine von „Slayer“ erinnerte. Als Höhepunkt des ganzen Abends ging dabei ein einstündiges, brachiales Gitarrengewitter auf das Publikum nieder. Heiko Weigelt 7.4.2003 www.echo-online.de
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