SUIDAKRA, FALLEN YGGDRASIL, VERDICT, PAIMON, EPICEDIUM, ETERNAL PAIN Hanau, Schweinehalle 10.05.03 |
 | Coole Sache, mal wieder stand ein Konzert in der Hanauer Schweinehalle auf dem Plan. Das letzte, welches ich besucht hatte, war schon ein paar Jährchen her (SIX FEET UNDER, CRYPTOPSY, VADER, NILE & Co. im Juni 1999). Verändert hat sich natürlich nichts. Noch immer der gleiche siffige Laden, welcher aber sehr gemütlich und nahezu für Metalkonzerte wie geschaffen wirkt. |
Leider haben wir es nicht geschafft, pünktlich um halb Sieben zu erscheinen, so dass wir von ETERNAL PAIN nur noch die letzten Atemzüge mitbekamen. Dementsprechend wenig kann ich natürlich über die Musik sagen, nur dass hier ein richtiges old-school-Brett gefahren wurde. Homepage: www.eternalpain.com (Olly)
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich EPICEDIUM das letzte Mal gesehen habe. So freute ich mich schon darauf, die Jungs mal wieder live zu erleben. Mit ihrem brutalen Death-Grind waren sie die extremste Band an diesem Abend. Mit „Conspiracy With The Death“, dem Titelstück ihrer letzten Scheibe, gingen sie auch gleich in die vollen, und ließen mit „Suffer Remains“ dann schon ein neues Stück folgen. Insgesamt hatten EPICEDIUM vier neue Nummern im Programm, von denen zwei so aktuell waren, dass sie noch nicht mal einen Titel hatten. Neu ist auch Drummer Steffen Kraatz, der am Schlachtzeug heftigst die Felle bearbeitete und der sich als würdiger Nachfolger des im Sommer 2002 ausgestiegenen Musa C. erwies. Trotz aller brachialen Gewaltriffs, den ultratiefen Growls und den heftigen Blast-Attacken haben EPICEDIUM immer noch ein gewisses Maß an Melodie in ihrer Musik. Und mit Der knüppelten sie ihren Fans in gewohnter Weise mal wieder so richtig die Birne weich, wobei das CANNIBAL CORPSE Cover „Hammer Smashed Face“ natürlich auch nicht fehlen durfte. Leider mussten sie aufgrund des engen Zeitplans nach etwa einer halben Stunde die Bühne ohne Zugabe schon wieder verlassen. Was soll man sagen, kurz aber heftig! Homepage: www.epicedium.de (Thomas)
Setlist EPICEDIUM Intro Conspiracy With The Death Suffer Remains Neu 2 Human Corpse Decay Hammer Smashed Face Counterstrike Neu 1 |  |  |
Völlig unbekannt waren mir vor ihren Auftritt PAIMON. Doch gerade die
Frankfurter waren für mich die überraschung des Abends. Die Band hat einen sehr Interessanten und originellen Stil, welchen man am ehesten in die melodische Death Metal-Ecke einordnen könnte. Doch auch Elemente vom Thrash und ein paar vereinzelte Folk-Einflüsse konnte man heraushören. Der Sound war gut und die Band bemühte sich stets, in Bewegung zu bleiben. PAIMON haben vor allem richtig gute Songs mit einem packenden Songaufbau. Dabei klingen die meisten Songs recht verschieden, so dass der Gig wirklich abwechslungsreich und kurzweilig war. Die Band ist übrigens auf der Suche nach einem Bassisten aus dem Raum Frankfurt. Weitere Infos findet Ihr auf der Bandpage. Homepage: www.paimon.de (Olly)
Setlist PAIMON Phobia Strike „Folk-Song“ Misanthrope Autumn Grief Tomb Witches Dance Madman's Revenge |  |  |
Etwa gegen 21:00 Uhr betraten dann VERDICT die Bühne, um den Anwesenden eine Lektion in Sachen Thrash-Metal zu erteilen. Ist schon beeindruckend, zu sehen, mit welcher Intensität und Spielfreude die Jungs zur Sache gehen. Da war die Stimmung ganz schnell oben und die Band wurde begeistert abgefeiert. Eine gute Stunde lang wurde gethrasht und gebangt, und das Publikum zog kräftig mit. Auch der Sound war recht gut, so dass man hier von einem durch und durch gelungenen Auftritt sprechen kann. Wer „Reflections Of Pain“ kennt, kann sich vorstellen, wie sehr Nummern wie „New War“, „Needless Sacrifice“ oder „Final Crash“ im Livebetrieb knallen können. Und auch die neuen Stücke standen dem in nichts nach und weckten beim ein oder anderen (insbesondere Meiner Einer) schon die Gier aufs nächste Album. Nur ein Paar Damen blieben an diesem Abend vielleicht etwas unbefriedigt, da die Band den gelegentlich eingestreuten „Ausziehn!“ Rufen sehr zur Enttäuschung der holden Weiblichkeit nicht nachkam. Die Burschen wollten nach dem letzten Song schon die Bühne verlassen, konnte sich dann aber der energischen Aufforderung zum Weitermachen letztendlich nicht wiedersetzen. Und so mussten sie sich dem Wunsch des Publikums beugen und noch ein mal zum Ausklang „Sick Society“ anstimmen. Und damit war dann der Unterricht vorbei, und die Klasse wurde in die große Pause entlassen. (Thomas)
Setlist VERDCIT Reflections Of Pain Sick Society Needles Sacrifice Trapped Slavery On The Run Conflict Killing Spree New War Final Crash Sick Society |  |  |
Von FALLEN YGGDRASIL habe ich zwar schon einiges gelesen, jedoch noch nie einen Ton gehört. Vor allem Live sollen die Jungs eine Bank sein. Die Heidelberger legten auch sehr heftig los. Death Metal war angesagt! Und zwar der
sehr brutalen Art. Auffallend war natürlich Frontman Simon, der wie ein Wahnsinniger über die Bühne fegte. Allein sein Gesichtsausdruck ist wohl der Alptraum jeder Schwiegermutter. Zwar war der Sound nicht ganz so druckvoll, wie man ihn vielleicht gerne gehabt hätte, doch man konnte zumindest alles heraushören. Doch der brutale Sound wurde auch durchaus mal mit coolen, melodischen Leads gespickt (wobei aber das heftige Riff-Massaker deutlich im Vordergrund blieb). FALLEN YGGDRASIL sind auf jeden Fall ne gute Death Metal-Band, auch wenn die Musik nichts herausragendes darstellt. Unterhaltsam war der Auftritt aber allemal! Homepage: www.fallen-yggdrasil.de (Olly)
Setlist FALLEN YGGDRASIL Nightflowers In No Sense Innosense Crown Of All Creatures My Family You Suicide Me Burner New Age Mephisto Odyssey In Sorrow Snake |  |  |
Überraschenderweise war trotz der Fortgeschrittenen Uhrzeit (schon fast halb Eins) noch jede Menge in der Schweinehalle los, um den Auftritt von SUIDAKRA beizuwohnen. Die Band hatte ich in den letzten Jahre etwas aus den Augen verloren, wobei ich die älteren Scheiben „Auld lang syne“ und „Lays From Afar“ immer noch sehr mag. überrascht war ich erstmal als ich über die Bühne blickte. Kein Keyboard! Nanu, hat die Band etwa ihren Stil geändert? Nein, hat sie nicht. Nur kommen SUIDAKRA Live ne ganze Ecke härter rüber. Kann natürlich auch sein, dass schon das letzte Album „Emprise To Avalon“ etwas härter war. Mir gefiel dies auf jeden Fall super und die Death/Black-Hymnen luden zum bangen richtig gehend ein. Auch neue Tracks vom demnächst erscheinenden fünften Album wurden geboten, die dem starken älterem Material in nichts nachstanden. Da uns die Müdigkeit allerdings mittlerweile eingeholt hatte, beschlossen wir den Gig nicht ganz fertig zu schauen und machten uns auf Heimweg. Homepage: www.suidakra.info (Olly)
Fotos: Thomas Bericht: Olly + Thomas
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