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Streetcleaner

01: Erst mal Glückwunsch für euren Vertriebsdeal, war es das was ihr gesucht habt oder wäre ein Plattenvertrag besser? Wie läuft das jetzt mit dem Vertriebsdeal, lohnt sich dies dann für euch?!

Ein Vertriebsdeal ist für uns sicherlich die beste Lösung, weil man bei diesem doch mehr Freiheiten, als mit einem richtigen Plattenvertrag genießt.

Wir haben uns das für uns attraktivste Angebot herausgepickt.

Ob es sich lohnt wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.


02: Mit welchen Labels standet ihr alles im Kontakt, wie waren so die Reaktionen auf eure neue CD? Kam auch mal der Kommentar die Musik, die ihr macht ist nicht mehr in Mode?!

Die Reaktionen, die wir bekamen waren durchweg positiv.

Das unsere Musik nicht mehr in Mode sei, hat uns bisher niemand gesagt. Wir denken auch nicht, dass Verdict einen trendigen Musikstil praktiziert. Außerdem kommen alle Modetrends irgendwann einmal wieder. Man sollte hinter dem stehen können, was man macht, egal ob es gerade angesagt ist oder nicht.


03: Was sagt ihr zu eurem neuem Album, hättet ihr etwas besser machen können? Wie waren die ersten Reaktionen der Presse bisher?

Wir alle haben sehr viel aus den Aufnahmesessions gelernt. Bei einer Aufnahme kommen die ganzen kleinen Fehlerchen, die man beim Proben oder bei Auftritten gar nicht bemerkt, zum Vorschein. Oft hat man auch noch einige Ideen, weil man sich zu diesem Zeitpunkt sehr intensiv mit der eigenen Musik auseinandersetzt.

Hundertprozentig sind wir mit dem Resultat natürlich nicht zufrieden, sonst wäre jetzt wohl auch der beste Zeitpunkt mit dem Musikmachen aufzuhören. Im Nachhinein kommen einem immer noch viele Dinge in den Kopf, die man hätte besser machen können. Aber wir denken, dass unsere neue Scheibe im Gegesatz zu ihrem Vorgänger „Reflections Of Pain“ doch einige Fortschritte aufzeigt.

Reaktionen von der Presse gab es bisher noch keine. Dies wird sich wohl ändern, wenn die Scheibe veröffentlicht ist.


04: Wo liegen eurer Meinung nach die Unterschiede zum letzten Werk „Reflections Of Pain“, bei welchem Album habt ihr euch mehr Zeit gelassen für die Vollendung des Teils?

Wir haben uns spielerisch und musikalisch weiterentwickelt und auch der Sound ist auf „Generation : Genocide“ transparenter und druckvoller. Wir haben sozusagen die Verdict-eigenen Trademarks und Stärken ausgearbeitet.

Mehr Zeit gelassen haben wir uns definitiv bei der aktuellen Scheibe „Generation : Genocide“. Wir hatten keinen Zeitdruck, was nicht unbedingt immer gut ist, weil man sich so teilweise in unötige Details verstrickt. Wir sind im nachhinein aber trotzdem froh, dass wir diese Zeit hatten und haben sie voll ausgenutzt, um das bestmögliche Resultat zu erzielen.

Leider mussten wir auch mitten in der Aufnahme unseren alten Proberaum räumen, in dem wir auch angefangen haben „Generation : Genocide“ aufzunehmen. Die Suche nach einem Neuen und der Umbau hat dann natürlich die ganze Aufnahme durcheinander geworfen. Deshalb ist seit der letzten Scheibe auch einige Zeit vergangen.

Bei „Reflections Of Pain“ hatten wir uns selbst eine Deadline gesetzt, worauf wir diesesmal verzichtet haben.


05: Für was steht der Titel „Generation : Genocide“ der neuen CD, welche Bedeutung hat der Doppelpunkt?

In unseren Songs berichten wir von allgegenwärtigen Konflikten, Missständen und Abgründen der Gesellschaft. Völkermord (Genocide) ist nur einer von diesen.

Der Bedeutung des Doppelpunkts ist etwas tiefgründiger. Die Anfangsbuchstaben der beiden Wörter des CD-Titels (G) sind jeweils der siebte Buchstabe (magische Zahl) des Alphabets. Teilt man diese nun durcheinander (Doppelpunkt), so kommt man genau auf eins. Nun addiert man die restlichen Buchstaben jedes einzelnen Worts und teilt diese beiden Summen wieder durcheinander. Also „eneration“ durch „enocide“ (hierbei fällt auf, dass beide Wortreste jeweils zweimal den Buchstaben „e“ enthalten). Zum Ergebnis addiert man nun die gemerkte Eins aus dem ersten Ergebnis mit den zwei „g“. Zu diesem Ergebnis addiert man nun die Zahl 2,396138103589793 und man erhält genau Phi. Die genaue Formel für ein vollständiges Pentagramm würde an dieser Stelle etwas zu weit führen.


06: Wer war für das neue Cover zuständig, welche Bedeutung hat es und habt ihr dem Gestalter freie Hand gelassen oder gesagt das wollen wir drauf haben?!

Für die Gestaltung der CD war alleine unser Basser Dave zuständig. Er hat die ganze Sache von Grund auf entworfen und ausgearbeitet. Der Rest der Band hat dann lediglich entschieden, ob es so sein soll oder nicht. Dave hat dabei versucht, sich so gut wie möglich an der textlichen Thematik zu orientieren.


07: Um was geht es in euren neuen Songs, erzählt doch mal etwas mehr zu den einzelnen Stücken?! Gibt es irgendwelche Unterschiede zu den älteren Texten, habt ihr euch beim schreiben durch etwas anderes beeinflussen lassen oder gingen euch in etwa wieder die gleichen Themen durch den Kopf?!

An den Texten hat sich im Gegensatz zur Vorgängerscheibe thematisch nicht viel geändert.

On The Run: „Sniper“ der Scharfschützenkiller
Trail Of Terror: Terrorismus im Allgemeinen
Bestial Nature: Der Kannibale von Rotenburg
False Prophet: Über selbsternannte Wunderheiler und pseudo Nostradamusse
Slavery: Sklaverei, wie der Titel schon sagt
Confession: Handelt von jemandem, der in Einzelhaft sitzt und seine Beichte ablegt
Killing Spree: Selbstmordattentäter im Nahen Osten


08: Habt ihr schon einige kleinen Ideen für neue Songs im Kopf, oder kann man sogar beim nächsten Gig einen ganz neuen Song hören, der noch auf keiner CD zu hören ist?! Oder gibt es einen Zeitpunkt, wann ihr anfangt neue Stücke zu schreiben?

Ideen sind natürlich immer vorhanden und wir sind gerade mitten im Songwriting. Zwei neue Stücke sind bereits so gut wie fertig. Bis diese allerdings live zu hören sind, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Wir bleiben unserem Stil treu und bieten wieder 100% Verdict. Das heißt aber nicht, dass wir uns im Kreis drehen. Es wird auf jeden Fall eine Weiterentwicklung zu hören sein. Wie die nächste CD allerdings im Gesamtbild klingen wird können wir jetzt noch nicht sagen. Wir machen uns selbst keine Vorgaben und versuchen das zu spielen, was aus uns herauskommt.


09: Werdet ihr Songs aus den „alten“ No Silence Zeiten neu einspielen oder ist diese Zeit einfach Tabu und gehört jetzt einfach für euch gestrichen?!

„No-Silence“ wurde bereits vor über zehn Jahren aufgelöst und außer unserem Shouter Ratte, war keiner von uns jemals Mitglied dieser Band. Deshalb stand es nie zur Debatte, ob Verdict deren Songs spielt. Dies wird auch nicht in Zukunft geschehen.


10: Wie seht ihr jetzt zurzeit so die Thrash Metal Szene, dürfte sie nach einigen guten Tourneen wie Kreator, Testament, Overkill etc. und gute neue Alben von Kreator, Exodus, Destruction wieder im kommen sein und für ein neue Furore sorgen? Was erwartet ihr für die Szene in der Zukunft? Was erwartet ihr mit eurem neuen Album in der Szene?

Thrash Metal war nie tot und wird es auch wohl in der Zukunft nicht sein. Das der Thrash Metal durch oben genannte Bands einen Aufschwung erleben wird, denken wir eher nicht, wobei durch solche Tourneen der Thrash Metal den Leuten wieder etwas schmackhafter gemacht wird.

Mit unserem neuen Album hoffen wir natürlich auf eine größere Fangemeinde.


11: Welche Konzerte stehen für euch in der nächsten zeit an, habt ihr vielleicht sogar die Möglichkeit bei einer Tour mit dabei zu sein?

Momentan ist es mit Konzerten noch etwas ruhig, aber wir denken, dass sich das nach dem Erscheinen der aktuellen Scheibe ändern wird. Verhandlungen sind auf jeden Fall am laufen.

Verzeinzelt hatten wir auch schon Tourangebote. Davon war allerdings keines attraktiv genug für uns bzw. konnte aufgrund Zeitmangels nicht wahrgenommen werden.


12: So, jetzt noch ein paar Stichworte schreibt doch gerade auf, was euch so einfällt: Thrash Metal, Fans, Twilight-Vertrieb, Eigenpressung, Label, Live Arena, Geld, Slayer, Beruf, Liebe, Freunde, Hass, Politik und Gemeinsamkeit?!

Thrash Metal: Wird viel zu oft ohne „h“ geschrieben
Fans: Unser Antrieb
Twilight: Unser Partner
Eigenpressung: Unser Sänger auf dem Klo
Label: Black Label = Whiskey
Live Arena: Der Anlaufpunkt für (Metal-) Konzerte im Rhein-Main-Gebiet
Geld: Ein Zahlungsmittel
Slayer: Champions League (God hates us all)
Beruf: Notwendiges Übel
Liebe: Das Gegenteil von Hass
Freunde: Sollte man haben
Hass: Deutsche Radiosender
Politik: Notwendig, aber nicht so
Gemeinsamkeit: Musik


13: Bei Konzerten hat Ratte (Daniel Baptista) HSV Socken an, wieso und wie kam es dazu? Wieso heißt Daniel B. Ratte mit Spitznamen? Habt ihr alle Spitznamen?

Er steckte seine nackten Füße in die Socken und behielt sie seitdem an. Er hat nur dieses eine Paar.

Das liegt an seiner Vergangenheit als Punk bei „No-Silence“. Der genaue Grund ist allerdings eines der bestgehütesten Geheimnisse der Heavy Metal Szene und wird deshalb nicht verraten.


14: Habt ihr noch was für die Leser?!

Jawohl. Für jeden einzelnen soviel Doppelhaushälften wie er tragen kann.


Danke für die Zeit meine Fragen zu beantworten und mit freundlichen Grüßen wolle

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